HEAVENLETTER # 4290 – 23.8.12 – A Balance of Compassion – EINE AUSGEWOGENHEIT AN MITEMPFINDEN

 

EINE AUSGEWOGENHEIT AN MITEMPFINDEN

 

Übernimm deinen Part beim Emporheben der Welt. Spiele einfach deine Rolle. Diene. Steuere bei. Sieh allerdings nicht zu, der Retter der Welt zu sein. Das übernehmen ist dir zu viel.

 

Du dienst, indes vermagst du nicht jedermanns Schwierigkeiten in dein Herz aufzunehmen. Sei anteilnehmend, ohne dich zu zerreißen. Was an Schwierigkeiten einem Anderen zugehört, gehört dir nicht, gleichwohl bist du nicht herzlos. Du kannst nicht die Probleme Anderer auf dich nehmen, als wären sie deine eigenen, da das niemandem hilft. Sofern jemand gelähmt ist, gilt es dir nicht, ebenfalls lahm zu werden.

 

Du bist nicht Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt. Springe dem Universum bei und pflege dein eigenes Wohlergehen.

 

Wie bringst du unter einen Hut, der Welt zu helfen, mittlerweile du dein Leiden dem Leiden, was bereits existiert, noch dazutust? Wie bietest du der Welt Mitempfinden dar, und nicht, dass dein Herz schmerzt? Wie viel Hilfe bietest du der Welt, während dein Herz wehtut?

 

Wie brachten das die Erhabenen zuwege? Ihr Mitempfinden war trefflich, und sie nahmen das Leiden dennoch nicht an. Sie erhoben sich über das Leiden, und auf diese Weise litten diejenigen, denen sie dienten, weniger. Selbstverständlich hatten sie eine umfassendere Sicht vom Horizont. Und nicht anders müsst ihr es auch haben.

 

Buddha hatte gehöriges Mitempfinden, und doch war er ein Lachender Buddha. Wer hatte mehr Freude an seinem Dienst an dem Menschengeschlecht als jemand wie Buddha? Er überstieg die Ebene des Leidens.

 

Im Leid liegt keine Freude. Es kommt darin kein Vorteil zum Tragen, außer in der Gelegenheit, mit dem Leiden zum Ende zu kommen. Jeder, der leidet, hat sich über es hinauszuheben. Leiden ist nicht bewundernswert. Wenn du dem Schmerz eines Anderen zuliebe dem Herze dein wehtust, was für eine Hilfe erteilst du dann?

 

Sei zu jedem freundlich. Sende Anteilnahme an alle rund um die Welt, und sei dennoch kein Co-Leidender. Mitempfinden ist nicht Leiden, Geliebte.

 

Etliche Menschen essen laufend zuviel. Etliche frönen der Anteilnahme. Mitempfinden bedeutet, sich zu einer höheren Ebene zu begeben. Es bedeutet nicht, sich das Leiden Anderer als dein eigenes zueigen zu machen.

 

Wenn du leidest, hilfst du niemandem. Die Erhabenen übernahmen sich weder, noch waren sie teilnahmslos.

 

Wenn sich jemand schneidet, hast du dich nicht ebenso zu schneiden. Wenn jemand blutet, hast du nicht ebenso zu bluten. Worum handelt es sich denn dabei? Es ist jedenfalls nicht größeres Mitempfinden.

 

Sei mitempfindend. Unternimm etwas. Sei dienstbar. Hilf, und halte dein eigenes Herz hoch. Bewahre dein Herz hoch.

 

Es ist von dir nicht selbstlos, zu leiden, unterdessen in der Welt bereits hinlänglich Leiden zugegen ist. Sofern es dir danach ist, Leiden zu verringern, musst du Leiden verringern, nicht, es auf dich nehmen.

 

Habe Empathie, und werde nicht in Empathie verzehrt.

 

Der Chirurg hilft demjenigen nicht, den er operiert, indem er weint. Er ist kein Roboter. Er hat ein Herz, und doch hält er sein Herz unversehrt. Das hat er zu tun. Er kann lieben. Er kann mitempfindend sein. Er kann nicht alle Operationen an sich selber ausführen. Es ist klar, dass ein Chirurg Anderen nicht hilft, indem er der Operation an ihnen nicht standhält.

 

Insofern als dies nunmehr gut begriffen ist – nach wie vor steht die Frage nach dem Wie offen. Wie schenkst du Anteilnahme und nimmst dennoch das Leiden nicht auf dich? Wie gelangt man dorthin? Selbst wenn du dein Bestes gibst, wie schaffst du das? Wie erlangst du ein solches Gleichgewicht? Wie schenkst du jemandem mit einem Ausschlag deine Anteilnahme, ohne dass du selber einen Ausschlag bekommst?

 

Zunächst einmal, begib dich der Anschauung, dass du, ohne der anteilnehmendste Mensch auf der Welt zu sein, mitempfindend sein kannst. Nimm eine andere Auffassung von Mitgefühl ein, als du hattest. Mitempfinden ist Stärke, nicht Mitleid.

Übersetzt von: Theophil

 

Original-Seite : http://www.heavenletters.org/a-balance-of-compassion.html

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