HEAVENLETTER # 4521 – 11.4.13 – Truth and Illusion WAHRHEIT UND ILLUSION

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Gott redete:

Woraus denn kann wohl das Vorhaben von Betrübtheit bestehen? Sie scheint wie eine Decke zu sein, die du über dich legst, sobald du frierst. Auf ihre Weise ist Betrübtheit wie eine Salbe, die du auf eine Wunde aufträgst. Sie heilt. Sie hilft beim Heilen.

 

So peinigend Betrübtheit dir auch sein mag, sie ist desgleichen wie eine Süßigkeit, die du in deinem Mund behältst. Sie ist ein Palliativum, insofern sie etwas in dir lindert. Es liegt unbestreitbar etwas Süßes in trauriger Betrübtheit. Wie kann das sein, und dennoch ist es so. Selbst beim Hinsehen auf einen dir so erheblichen Verlust, der dich unablässig zum Weinen bringt – handle es sich nun um ein offenes oder ein Stilles Weinen ohne Tränen -, geraten deine Gedanken gleichsam zu Betperlen. Mit jeder Rosenkranzperle zählst du unbeirrt den Verlust ab, der dir so teuer ist, so, als würdest du deine arge Einbuße streicheln, so, als kämest du näher an das heran, was aus deinem Leben in der Welt entschwunden ist.

 

Wie kann in tiefer Betrübtheit behagliche Annehmlichkeit zu liegen kommen, hinwiederum ist sie da.

 

Es ist leicht dahergesagt, alles im Leben sei von zeitweiliger Natur. Es ist leicht gesagt, nichts in der Welt sei beständig. Der Sand gestaltet sich jeden Augenblick unter deinen Füßen um. Die Rose welkt. In der Minute, in der du einen Schatz in deiner Hand hältst, schwindet er. Das Leben zieht in jedem Moment dies und das von dir ab.

 

Es ist leicht gesagt, dass du in der Welt nichts in Besitz hast. Es ist leichthin gesagt, alles in der Welt sei Illusion. Oh, wie jene Illusion euch indes in ihrer Hörigkeit hat. Wie erheblich viel sie euch bedeutet. Wie ihr doch auf ihre Melodie tanzt.

 

Hinwiederum ist da allemal eine ewige Sache, die ihr habt. Es scheint ein Widerspruch zu sein. Im Grunde genommen sind es zwei ewige Dinge, die ihr habt, sobald alles hinter euch gebracht und gesagt ist. Letztlich, da habt ihr Leben. Leben ohne den Körper ist Leben. Mit oder ohne Körper, von nicht-schlingernder Natur ist Liebe. Bloß, euch, euch schwankt die Liebe. Euch, euch scheint die Liebe zu flackern wie eine Kerze, dennoch ist Liebe alles. Euch, euch scheint der Tod final, und die Liebe zeitweilig.

 

Es ist für Mich ein Ding der Unmöglichkeit, Liebe und Leben, Leben und Liebe voneinander zu trennen. Ich weiß nicht, wie das zu machen ist. Ich weiß nicht, wie das gehöriger zu machen ist, denn wie Ich Meine Kinder von Mir Selber abtrennen könnte. Was ihr jeden Tag tut, das ist für Mich unmöglich, es auch nur ein Mal in der Ewigkeit zu bewerkstelligen. Ich, Ich persönlich, kann Mir Trennung nicht einmal vorstellen. Ich weiß darum – ihr nehmt Trennung hin.

 

Ich lebe in der Wahrheit, und Ich kenne sie geradewegs voll und ganz. Ihr lebt ebenfalls in der Wahrheit, dennoch glaubt ihr rückhaltlos an Illusion. Jene scheint euch natürlich, unterdessen die Wahrheit trügerisch zu sein scheint. Ihr glaubt und erlebt Täuschung, während die Wahrheit der Liebe und das Leben weithergeholt zu sein scheinen. Was für etwas Gutes ist euch jedenfalls die Wahrheit, unterdessen ihr sie im Eigentlichen nicht an euch nehmt. Sie scheint euch eher wie ein Wortspiel zu sein. Sie scheint euch wie eine Fabel zu sein. Ihr könnt ihr einfach nicht auf den Dreh kommen, und ihr fühlt euch nicht so recht wohl. Sie ist vielleicht ein Märchen oder eventuell ein Streich, den Ich mit euch spiele pur aus keinem irgendwie gearteten Grund, den ihr nachgerade auszumachen versteht.

 

Ihr möchtet Mich gerne bitten, doch ganz auf all die dazwischenkommende Kluft von Illusion und Wahrheit zu verzichten. Ich möchtet gerne sagen:

 

Warum, Gott, fortan nicht Illusion und Wahrheit zu Einem machen, so Du ja doch die feineren Dinge zur Ausführung bringst und vollführst? Wahrheit oder nicht – Fakt ist, dass ich mich draußen in der Kälte gelassen fühle. Ich möchte gerne gewärmt bei Deiner Liebe sein, und ich möchte mich gerne in der körperlichen Gegenwart Meiner geliebten Angehörigen aufhalten, die sich mit Sicherheit nach irgendwo hin begeben haben. Es ist nicht hinreichend, dass ich mich mit ihnen irgendwann wieder vereine. Ich möchte sie jetzt. Und ich möchte Dich, Gott, ebenfalls. Ich hätte dich derzeit so gerne in voller Montur.“

Übersetzt von: Theophil

 

Original-Seite : http://www.heavenletters.org/truth-and-illusion.html-0

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